Seit 2018 beteiligt sich der Förderverein Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz e. V. am IMS, einem bundesweiten Monitoringprojekt, bei dem durch Netzfang und Beringung von Singvögeln die Entwicklung der Bestände sowie ihre Fortpflanzungs- und Überlebensraten ermittelt werden.
Der Singvogelfang im Holschaer Teichgebiet findet jedes Jahr von Mai bis August an insgesamt 12 Terminen statt. Im September gibt es drei Zusatztermine. Neben der wissenschaftlichen Arbeit steht am Fangplatz die Wissensvermittlung im Vordergrund. An fast allen Terminen sind Menschen dabei, die einen Einblick in die Arbeit des Fördervereins gewinnen, einmal Singvögel aus der Nähe betrachten oder sich fachlich weiterbilden wollen. In diesem Jahr wurden 388 Vögel neu beringt und 179 bereits beringte Individuen wieder gefangen.
„Wie immer an unserem Fangplatz im Teichgebiet, ist der Teichrohrsänger mit über 150 neu beringten Vögeln die häufigste Art gewesen in diesem Jahr. Mit rund 30 Beringungen gehören Blaumeise, Mönchsgrasmücke, Rotkehlchen und Zilpzalp zu den weiteren Arten, die regelmäßig gefangen werden. Auffällig waren in diesem Jahr die vielen Nachtigallen beziehungsweise Nachtigallbruten am Fangplatz. Insgesamt wurden 26 Nachtigallen, überwiegend Jungvögel, neu beringt. Ein Rekord für unseren Fangplatz.“, berichtet Katrin Hoffmann vom Förderverein.
Besonders Arten, welche für gewöhnlich seltener ins Netz gehen, bereiten am Fangplatz Freude. 2026 Jahr waren das beispielsweise Trauerschnäpper, Eichelhäher, Wasserralle, Erlenzeisig und Kuckuck. „Insgesamt war 2026 ein durchschnittlich gutes Singvogel-Fangjahr und wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Saison.“, so Katrin Hoffmann.



